Samstag, Januar 18, 2014

zusammenfassung

Nach einigen Wanderjahren, gelesenem, Gehörtem und von Freundinnen Erforschtem, hier eine kurze Zusammenfassung:


  • der Dreifrauenkult wurzelt in den matrilinearen Strukturen der Vergangenheit
  • der Übergang zum Patriarchat wird durch das Aufkommen von Sagen über Könige deren Töchter sich weigern verheiratet zu werden markiert. 
  • ebenfalls eine Markierung des Übergangs sind Orte und Taten, die mit Karl dem Großen in Verbindung stehen. 





Dienstag, Januar 14, 2014

das erste Buch in diesem Jahr

Mein erstes Buch dieses Jahr ist ausgelesen. Nicht mein erstes "mystisches" oder "magisches" München Buch, aber mit Sicherheit das beste.


Kurt Derungs beschreibt die Landschaft von Ammersee und Starnbergersee - zitiert Sagen und Brauchtum und arbeitet somit die Verbindungen zu den matriarchalen Wurzeln heraus. Er entblättert die überlieferten Geschichten der Gegend von katholischem Aberglauben und bringt sie zur Essenz: der Verschlüsselung unserer matrilinearen Vergangenheit in die unzähligen Sagen von den 3 Frauen - Jungfrau, Mutter, weise Alte - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Es ist faszinierend, wie durchdringend diese Botschaft aus einer anderen Zeit ist. Sie ist verändert, angepasst, verdunkelt, aber immer noch vorhanden.

Noch nie vorher irgendwo gelesen habe ich über die mathematisch - astronomischen Verbindungen einzelner, heute noch existenter Kraftplätze, wie zum Beispiel die Verbindung von Kloster Andechs mit dem Kulthügel Schatzberg bei Dießen am Ammersee - vom Schatzberg aus gesehen geht in Andechs an Mittsommer die Sonne auf, von Andechs aus gesehen, die Sonne am Schatzberg an Mittwinter unter. Diese und weitere astronomische Bezüge markieren die Orte der Jahreskreisfeiern.

Dies und noch mehr, wie zum Beispiel ein Foto der drei (!) Marienfiguren vom Münster zu Dießen, bekleidet jeweils in den Primärfarben Gelb, Rot und Blau, zu sehen und zu lesen auf den 200 spannenden Seiten dieses Buches.

Seit 5 Jahren erwandere ich nun die Gegend im sogenannten Fünf-Seenland - und dieses Buch bringt mich tatsächlich noch eine Schicht tiefer an das, was hier vor sich geht.

Wer wo anders wohnt: Kurt Derungs hat auch über andere Gegenden Bücher geschrieben, sicher genau so spannend. Er ist übrigens ein großer Bewunderer von Heide Göttner-Abendroth. Er bezeichnet sie als Weg weisend für seine Arbeit. Es ist wirklich schön, das zu lesen, so klar, deutlich - völlig frei von konstruierten und verdrehten Mutmaßungen - wirklich eine Top-Leseempfehlung.

Sonntag, Januar 12, 2014

schreiben fast verlernt

Habe gemerkt, dass ich wirklich das Schreiben verlernt habe. Deutlich: zwei mal "habe" in einem Satz. Grund: wenig geschrieben? zu viel englisch gesprochen, geschrieben in letzter Zeit? Muss dringend wieder mehr schreiben. Einzige Möglichkeit.



Heute: glücklicher, sonniger Tag. War mit Susa im Nymphenburger Park. Habe dort einen neuen Lieblingsplatz eindeckt und auch ein Versuchsmotiv für mein Projekt: ein Motiv in vier Jahreszeiten. Weiß aber nicht, wie ich das aufhänge, am Datum oder besser am Zustand. Hätte also zwar jetzt ein Winterbild, aber schneelos. Das hier:


Der Park hat wirklich einen besonderen Zauber. Auf den Bilder nicht ersichtlich, er ist schon ziemlich überfüllt mit Menschen. Aber es gibt Ecken wo es sich auch einem so sonnigen Januarsonntag verläuft.


Samstag, Januar 11, 2014

Spaziergang - Englischer Garten Nord

Dieser Januar ist ziemlich mollig warm. Am Montag - Feiertag in Bayern - machte ich einen kleinen Spaziergang durch den Nordteil des Englischen Gartens. Start: Straßenbahnhaltestelle St. Emmeram - Ziel: Bushaltestelle Münchner Freiheit.



Gut - das Karten erstellen muss ich noch ein wenig üben...



Man sieht: Menschen sitzen im Biergarten. Alle genießen die Sonne, obwohl viele ein ungutes Gefühl dabei haben. "Globale Erwärmung" und so. Möglicherweise sind wir aber viel umfassenderen Rhythmen ausgesetzt, Wandel und Bewegung, dem wir uns nicht entziehen können. Die nächste Eiszeit kommt bestimmt...


Über die Isarbrücke - Blick auf das Stauwehr. Geradlinig die Uferkante. Ich habe einmal anfang Oktober Fotos an der Isar gemacht. Ein ganz anderes Bild ergab sich da. Aber auch die Farblosigkeit hat ihren Reiz.


Ohne Laub - eine schöne Durchsicht auf das Wasser. Mit Laub wäre die Isar nicht zu sehen. Abwechslung im Jahreskreis.



Es ist ein wenig schwierig Farbtupfer zu finden, aber es gibt sie. Und die Seltenheit um diese Jahreszeit macht sie besonders.



Laublose Bäume haben ihren eigenen Zauber im Sonnenlicht. Ihre Form ist auf eine ganz andere Weise erkennbar. Vielleicht geht es uns seelisch ganz ähnlich im Winter. Reduziert auf die innere Form, das was uns wirklich Substanz verleiht.


Ein einsames Blatt in warmen Orange, so ein schöner Farbton, so warm. Ein kleiner Gruß noch vom Herbst.


Das Tivolikraftwerk - nahe am Mittleren Ring. Was heute der Englische Garten Nord ist, war einst Fabrikgelände, MBB - Maschinen, Turbinen und was weiß ich noch alles. Das Kraftwerk ist noch ein Überbleibsel der ehemaligen Industrieanlagen.



Verlasse den Englischen Garten Richtung Schwabing. Eine Ecke Schwabings mit fast dörflichem Charakter. Solche Ecken wie diese machen München so besonders.

Sonntag, Februar 24, 2013

falls das mal aufhört

Wenn der ewige Schnee endlich weg ist, werde ich weiter die Umgebung Münchens anhand dieser zwei Bücher erkunden.





Ich empfehle, eine eigene Karte mitzunehmen oder den Weg auf Google Maps anzuschauen und auszudrucken. Direkt vom Handy funktionierte es oft nicht, da das Netz teilweise schlecht ist. Es sind zwar Karten in den Büchern, aber die sind nicht besonders, da zu klein im Format.

Letztes Jahr habe ich drei Mal die Wanderung von Seefeld/Hechendorf nach Andechs gemacht. Sehr empfehlenswert. Im Herbst bin ich zu den Osterseen gefahren. Ganz wunderbar, magisch, zauberhaft. Überhaupt, das 5-Seenland "unterhalb" von München ist mir ganz neu. Ich kenne Südostoberbayern (Mühldorf, Altötting, Burghausen, Wasserburg, Chiemsee, Traunstein, Rosenheim, Brannenburg) und ein Stück vom Bayrischen Wald (Passau, Deggendorf, Regen, Bayrisch Eisenstein, Regensburg). Immer wieder schön, Neues zu entdecken. Obwohl ich total auf Fernreisen stehe, ist das unmittelbare Umland für mich sehr anziehend. Hier kann ich mich verbinden und erden. Steine, Wälder, Pflanzen, Wiesen, Insekten, Hügel, Ausblicke. Ich freue mich schon wieder aufs Wandern!